Hundeverordnung Niedersachsen

Rechtliche Fragen zur Hundehaltung und Hundeverordnungen in den jeweiligen Bundesländern. Bild

Hundeverordnung Niedersachsen

Beitragvon Monsterbande » 29. Mär 2012, 12:53

Alle wichtigen Informationen dazu findet ihr hier: www.recht-niedersachsen.de


Jedoch möchte ich einen Punkt krisieren.

§ 3
Sachkunde

(1)

1 Wer einen Hund hält, muss die dafür erforderliche Sachkunde besitzen.
2 Sie ist der Gemeinde auf Verlangen durch die erfolgreiche Ablegung einer theoretischen und einer praktischen Sachkundeprüfung nachzuweisen.
3 Die theoretische Sachkundeprüfung ist vor der Aufnahme der Hundehaltung, die praktische Prüfung während des ersten Jahres der Hundehaltung abzulegen.
4 Wird der Hund von einer juristischen Person gehalten, so muss die für die Betreuung des Hundes verantwortliche Person die erforderliche Sachkunde besitzen.


Ausschnitt aus www.recht-niedersachsen.de

Denn mit dieser Auflage schneidet sich Niedersachsen ins eigene Fleisch.
Geplant war zum 01.07.2011 eine Pflicht für alle Hundebesitzer, einen Hundeführerschein (wobei dabei noch fraglich bleibt, ob es sich dabei um den theoretischen oder praktischen Teil handelt), Chip und Haftpflicht abzulegen. Durchgesetzt hat Niedersachsen jedoch gerade einmal die Chip und Haftpflicht Auflage. 2013 soll entschieden werden, wer alles einen Hundeführerschein ablegen muss und wer nicht. Somit ist die Auflage vom 30.06.2011 theoretisch gesehen null und nichtig.

Vorsorge scheint hierbei einen größeren Stellenwert zu tragen.
Das Tierheim Wolfsburg (Niedersachsen) gab eine erhöhte Abgabe der Hunde zu beginn des Jahres 2012 an, mit der Begründung des Hundeführerscheins, der angeblich 2012 folgen soll. Die Gemeinde gibt jedoch das Jahr 2013 an und das bis heute noch nicht geklärt sein soll, wer diesen Führerschein überhaupt ablegen soll.

Die Auflage selbst umfasst jedoch nur Hundebesitzer die unter 2 Jahren in den vergangenen 10 Jahren keinen Hund gehalten haben. Somit ist gerade Neuhundebesitzern geraten, vor der Änderung der Hundeverordnung einen Sachkundetest abzulegen. Je nach Bundesland und Gebiet kann man diesen für ca 15-35 Euro bei einem Tierarzt oder in der Gemeinde bei einem Amtveterinärtierarzt ablegen. Ebenfalls sollte vor ab eine schriftlich nachweisbare Prüfung abgelegt werden, in dem die führbarkeit des Hundes im Alltag niedergelegt wird. Das kann der praktische Teil des Hundeführerscheines sein (diesen kann man in der Hundeschule ablegen) oder aber eine direkte Gehorsamkeitsprüfung wie zB der Begleithundeprüfung. Aktuell soll die Begleithundeprüfung erheblich wertvoller sein, wie der praktische Hundeführerschein.

Ebenfalls sollte man sich vor ab mehrfach bei der zuständigen Gemeinde informieren, wie die Hundeverordnung aktuell aussieht. Änderungen im Internet sind weniger Vertrauensvoll, wie eine direkte, konstenlose Nachfrage bei der zuständigen Gemeinde.
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